Taijiquan

Taijiquan: „Faust (Quan) des allerhöchsten (Lebens-) Prinzips (Taiji)“

 

So lässt sich die traditionelle chinesische Kampfkunst wörtlich übersetzen. Ying und Yang, die Pole des Lebens, stehen im ständigen Wechselspiel zueinander, ergänzen sich zum harmonischen Ganzen durch beständiges Fließen vom Einen zum Anderen.

 

Wenn man sich damit tiefer auseinandersetzt, wird klar, warum Taijiquan gleichzeitig Kampfkunst und Heilkunst sein kann, sein muss: Der Yang-Aspekt findet sich im Nach-außen-gerichtet-Sein der Kampfkunst und diese funktioniert immer besser, wenn man sich selbst bis ins tiefste Innere kennt und optimiert (Yin-Aspekt).

 

Der Wechsel, das Verändern ist das einzig Beständige. Wenn man das wirklich im tiefsten Inneren beherzigen kann, ist man frei. Frei von Vorstellungen, Wünschen, Sorgen und Ängsten. Deshalb hört man im Unterricht häufig folgende Anweisungen: Lass los, entspann dich, sei natürlich, denk nicht so viel, sei einfach! Großmeister Chen Xiaowang drückt es so aus, wenn er vor seinen Schülern steht: „Halb denken, halb nicht denken - halb denken, halb fühlen!“ So sollte man für sich üben.

 

Für mich ist Chen Taijiquan tatsächlich „Meditation in Bewegung“!

 

 

Yin-Yang-Taiji-Symbol

 

 

Chen-Taiji üben, ist üben im Hier und Jetzt zu sein. Sich bewusst sein, was wirklich ist. Ich nehme wahr, wie ich stehe, mich bewege, wie ich atme, was ich denke, was ich fühle. Was mehr ist das Leben?

 

 

 

 

 

Yin-Yang-Zeichen freundlicherweise zur Verfügung gestellt von www.china-zeichen.de